Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,


Kleve kann mehr. Als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Kleve konnte ich dazu beitragen, zukunftsgerichtete Beschlüsse zu fassen, um unsere Heimatstadt lebenswerter zu machen. Leider wurden diese Beschlüsse zu oft nicht oder nicht schnell genug umgesetzt. Das werde ich als Bürgermeister ändern.

Ein dynamischer und starker Standort verlangt eine starke Verwaltungsspitze, die schnell und zielgerichtet zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger handelt. Ich stehe für eine zukunftsgerichtete Politik für alle Menschen in unserer Stadt, die unsere Traditionen beachtet. Ich bin überzeugt, dass nur eine nachhaltige Politik die ökonomischen und ökologischen Erfordernisse ausgleicht und eine gute Zukunft für unsere Stadt gewährleistet. In diesem Sinne möchte ich Bürgermeister für alle Kleverinnen und Klever sein!

Element bearbeiten
  • Meine Ziele/Positionen
  • 1. STarker Wirtschaftsstandort+
      • Ich trete für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Kleve ein, wozu vor allem der weitere Ausbau der Gewerbeflächen sowie die Glasfasertechnik gehören. Ich werde die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen in Kleve suchen, um die Voraussetzungen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort zu verbessern. Kleve liegt im Zentrum einer prosperierenden Region. Gerade die Wirtschaftsbeziehungen zu unseren niederländischen Nachbarn müssen durch kontinuierliche Kontakte verbessert werden. Ich setze mich dafür ein, das Technologiezentrum zu einem "Innovationszentrum Hochschule/Wirtschaft" fortzuentwickeln. Für unseren Wirtschaftsstandort sind moderate Gewerbesteuern ebenso unerlässlich wie niedrige Gebühren der Umweltbetriebe. Unsere Stadtwerke gewährleisten eine Versorgung mit Strom, Wasser und Gas zu anerkannt günstigen Preisen.


  • 2. Klimaschutz und Mobilität +
      • Klimaschutz verlangt Nachhaltigkeit, denn dann lassen sich Ökologie und Ökonomie miteinander vereinbaren. Die vielfältigen Maßnahmen der Stadt Kleve mit den Umweltbetrieben, dem Gebäudemanagement und den Stadtwerken werde ich intensiv fortsetzen - wie die energetische Sanierung der Gebäude oder der Einsatz klimaneutraler Technologien. Als Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, Anreize für Investitionen unserer Bürgerinnen und Bürger zum Klimaschutz zu forcieren und das private Engagement zu fördern, u.a. für Flächenbegrünungen, Dachbegrünungen und Solaranlagen. Ich trete für einen vernünftigen Mix aller Verkehrsmittel ein. Den Ausbau des Radverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs mit verstärkter Einbeziehung der Ortsteile halte ich für besonders wichtig.


  • 3. Bildung und digitales Lernen +
      • Es ist mir ein besonderes Anliegen, jeder Schülerin und jedem Schüler ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend in unserem vielfältigen und qualitativ hochwertigen Schulangebot gleiche Chancen auf gute Bildung zu geben. Sie können mich in die Pflicht nehmen, dass die Schulsanierungen der beiden Gesamtschulen und der Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in der kommenden Amtszeit des Bürgermeisters abgeschlossen werden. Ich trete für die notwendige bauliche Erweiterung der Karl-Kisters-Realschule ein. Die Digitalisierung der Schulen werde ich beschleunigt umsetzen. Ich trete für den Ausbau des außerschulischen Bildungsangebots für junge Erwachsene sowie eine bessere Vernetzung der verschiedenen Angebote ein, damit jeder Jugendliche die notwendige Förderung erhält.
  • 4. Stärkung der Innenstadt und Ortschaften +
      • Nur durch eine attraktive Innenstadt, die vielfältige Aufenthaltsqualität bietet, können wir den Herausforderungen des Internethandels begegnen und den Einzelhandel stärken. Unser Stadtzentrum muss mit allen Verkehrsmitteln - Pkw, Fahrrad oder Bus - gut erreichbar sein. Auch unsere Ortschaften, die unserer Stadt ihre eigene Note geben, müssen gestärkt werden. Ich trete für den Erhalt der vorhandenen Sporthallen sowie geeignete Begegnungsstätten für Bürger und Vereine ein. Ungenutzte Flächen in der Kernstadt, wie aber auch in den Ortschaften, müssen als Bauflächen oder Grünflächen entwickelt werden. Die rasante Entwicklung u. a. in der Unterstadt, am Bahnhof und auf dem ehemaligen Unionsgelände machen eine Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts unter Beteiligung der Bürgerschaft erforderlich.
  • 5. Kultur, Vereine, Sport +
      • Ich werde das reiche Kulturleben unserer Stadt fördern, das vom Engagement unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Heimat- und Kulturvereinen sowie in den Musikvereinen, Theatergruppen und Chören getragen wird. Ich bin stolz auf unsere Museen, Parks und Gärten. Ich setzte mich dafür ein, dieses bedeutende kulturelle Erbe zu erhalten und auszubauen. Wir müssen unsere Kultur- und Bildungseinrichtungen modernisieren. Ich trete daher dafür ein, in innerstädtisch guter Lage ein kulturelles Zentrum zu schaffen, in dem nicht nur Bücherei und Volkshochschule zusammengeführt werden, sondern auch Räume für Begegnung, Lesungen und Kulturveranstaltungen bereitstehen. Vernünftige Sportstätten sind unerlässliche Voraussetzung für den Schulsport und den Vereinssport. Ich werde die vom Rat beschlossenen Maßnahmen des Sportentwicklungsplanes zügig umsetzen.
  • 6. Bürgermeister für alle Klever +
      • Ich trete für ein weltoffenes, tolerantes Kleve ein, das sich seiner Verbindungen zu den niederländischen Nachbarn bewusst ist und diese auch so intensiv pflegt wie die Verbindungen zu den Partnerstädten Ronse, Worchester, Ameland, Fitchburg und Dogbo. Ich trete für ein familienfreundliches Kleve ein. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und Elterninitiativen werde ich das Betreuungsangebot entsprechend des Bedarfes weiter ausbauen und flexibilisieren. Ich trete dafür ein, die Rahmenbedingungen für eine aktive Teilhabe unserer Seniorinnen und Senioren am sozialen Leben in unserer Stadt durch Förderung von Initiativen, Vereinen und Einrichtungen zu verbessern. Einen besonderen Fokus werde ich auf die Verbesserung der Infrastruktur für Menschen mit Beeinträchtigungen richten.
Element bearbeiten
  • Meine Bildergalerie

Ich stehe für eine attraktive Klever Innenstadt.

Ich stehe für eine Modernisierung der Sportstätten.

Ich stehe für eine Stärkung des Einzelhandels.

Ich stehe für eine Förderung des Kulturlebens in Kleve.

Ich stehe für eine moderne Verwaltung.

Ich stehe für ein weltoffenes, tolerantes Kleve.

Ich stehe für eine lebendige Innenstadt.

Ich stehe für einen vernünftigen Mix aller Verkehrsmittel.

Ich stehe für ein klimafreundliches Kleve.

Element bearbeiten
  • Der Mensch - der Politiker

1964 geboren, bin ich in Kleve und Materborn aufgewachsen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und einer Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier bin ich seit 1996 als Rechtsanwalt - Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie Bau- und Architektenrecht - in Kleve niedergelassen. Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Partnerin beim Wandern und Radfahren. Seit Gründung bin ich Vorsitzender des Freundeskreises der Singgemeinde Kleve. Mitglied der CDU bin ich seit über 30 Jahren. Nachdem ich von 1999 bis 2016 Vorsitzender des Ortsverbandes war, bin ich seit 2016 Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Kleve. Seit 2004 bin ich Mitglied des Rates der Stadt Kleve. 2014 wählte mich die CDU-Fraktion zu ihrem Vorsitzenden. In der vergangenen Ratsperiode war ich Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, zur Zeit bin ich Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses. Meine politischen Schwerpunkte sind die Bau- und Kulturpolitik, aber auch Wirtschaft und Finanzen.


Element bearbeiten
  • Aus der CDU Deutschlands

MPK zur Energiekrise gescheitert

Ein langer Abend in Berlin und herausgekommen ist: nichts Konkretes. „Ein Abend der verpassten Chancen“ stellt CDU-Chef Merz nach der Ministerpräsidentenkonferenz fest. Es wurden keine konkreten Entscheidungen getroffen, Bürgerinnen und Bürger werden verunsichert zurückgelassen. Für CDU und CSU ist klar: Es braucht JETZT entschlossenes und zielgerichtetes Handeln.

An erster Stelle muss stehen, dass Bürger und Wirtschaft nicht weiter belastet werden. Es muss endlich konkrete Pläne geben, wofür die 200 Milliarden ausgegeben werden, damit Bund und Länder gemeinsam darüber beraten können. Wöchentlich Änderungen und Ankündigungen neuer Ideen dienen nicht dazu, Vertrauen zu stärken.

Folgende CDU-Vorschläge liegen bereits auf dem Tisch:

  1. ein Bürger-Basispreis, der die Grundversorgung mit Gas bezahlbar hält und zugleich Anreize zum Energiesparen setzt; in diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, wie bei Hartz-IV-Empfängern Energiesparanreize gesetzt werden können,
  2. eine gezielte Entlastung der Haushalte im unteren Einkommensdrittel mit einer Energiepauschale von 1.000 Euro,
  3. eine wirkungsvolle finanzielle Unterstützung für Unternehmen – vor allem für die bisher weitgehend vertrösteten kleinen und mittleren Unternehmen. Hierbei spielt eine rasche und unbürokratische Auszahlung von Unternehmenshilfen eine wichtige Rolle,
  4. ein Rettungsschirm für die kommunalen Energieversorger.

Auch für CDU-Vize Andreas Jung ist die MPK eine Enttäuschung: Das Bund-Länder-Treffen sei „ausgegangen wie das Hornberger Schießen“. Verantwortlich ist die Bundesregierung. „Piff und Paff statt Doppelwumms“, zielte der stellvertretende CDU-Vorsitzende auf von der Ampel-Koalition in Aussicht gestellte Abmilderung der Energiekrise. Hessens CDU-Ministerpräsident Boris Rhein mahnte, die Länder bräuchten schnellstmöglich konkret ausgestaltete Maßnahmen „für eine passgenaue Planung und Hilfe“.

Wüst: Müssen jetzt nachsitzen

Hinter dem „Doppelwumms“ der Scholz-Regierung verbirgt sich ein „Abwehrschirm“ im Wert von 200 Milliarden Euro, der sowohl private Verbraucher als auch Unternehmen vor zu hohen Kosten schützen soll. Doch wozu das Geld konkret eingesetzt werden soll und welche Kosten die Länder tragen sollen, sei noch offen, kritisiert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst. Mit fatalem Ergebnis: Unternehmen könnten nicht kalkulieren, Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, was auf sie zukommt. Denn bei der Gaspreisbremse als dem zentralen Instrument, das die Energiekrise abmildern soll, steht noch gar nicht fest, wie es funktionieren soll.

Statt selbst dafür Vorschläge zu liefern, beauftragt die Scholz-Regierung eine Kommission. Deren Ergebnisse sollen voraussichtlich in der kommenden Woche vorliegen. Wie und ob diese dann umgesetzt werden können, steht auf einem anderen Blatt. „Offene Fragen“ gibt es für Landeschef Wüst auch in Bezug auf andere finanzielle Belastungen für Länder und Kommunen: einer möglichen Nachfolge für das 9-Euro-Ticket, die Versorgung von Flüchtlingen, die Finanzierung von Krankenhäusern. Auch dabei habe der Bund „zu wenig Kompromissbereitschaft“ gezeigt. „Wir müssen jetzt nachsitzen“, so der CDU-Politiker.

Wahlkampf-Endspurt

Am Sonntag gilt’s: Über 6 Millionen Menschen haben am 9. Oktober die Chance, das klare Signal an die Scholz-Regierung zu senden: So geht es nicht weiter! Eine verkorkste Gas-Umlage, eine verkorkste Energiepolitik, verkorkste Entlastungen, die leistungsfeindliche Abwicklung von Hartz IV und vieles mehr – verlässliche und klare Politik? Fehlanzeige.

Spitzenkandidat Bernd Althusmann macht deutlich: „Die Ampel-Regierung muss aus dem Ankündigungsmodus herauskommen. Jeder Tag, an dem nichts passiert, verursacht schwere Schäden für unsere Volkswirtschaft, kostet Arbeitsplätze und Wohlstand. Die Bürgerinnen und Bürger brauchen jetzt Sicherheit und Klarheit, wie es weitergeht und ob die Bundesregierung in der Lage ist, die dringendsten Probleme zeitnah zu lösen.“

Für die CDU ist klar: Die Landtagswahl in Niedersachsen muss ein Denkzettel für die Scholz-Regierung sein. Deswegen sind der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz und Generalsekretär Mario Czaja die ganze Woche im Land unterwegs – in Braunschweig und Celle, in Amt Neuhaus und Danneberg, Osnabrück, Hameln und Vechta.

Wahlkampf-Termine mit Friedrich Merz und Bernd Althusmann:

04. Oktober 2022:
Hildesheim, 13.00 Uhr
Neustadt am Rübenberge, 15.00 Uhr
Mulmshorn (Stadt Rotenburg), 18.00 Uhr
Seevetal (Kreis Harburg), 20.00 Uhr

05. Oktober 2022:
Stuhr-Heiligenrode (Kreis Diepholz), 11.30 Uhr
Westerstede (Kreis Ammerland), 14.00 Uhr
Wiesmoor (Kreis Aurich), 16.00 Uhr
Vechta, 18.30 Uhr

06. Oktober 2022:
Belm (Kreis Osnabrück), 09.30 Uhr
Hameln, 12.00 Uhr

07. Oktober 2022
Wahlkampfabschluss in Hannover, 17.00 Uhr

Details zu den Wahlkampf-Terminen im Endspurt finden Sie hier.

Am 09. Oktober haben die Niedersachsen die Chance eine Politik zu unterstützen, die verlässlich handelt; eine Politik mit einem klaren Kurs. Dafür steht Bernd Althusmann als Spitzenkandidat und dafür steht die CDU in Niedersachsen.

3. Oktober

„In wenigen Stunden wird ein Traum Wirklichkeit. Nach über vierzig bitteren Jahren der Teilung ist Deutschland, unser Vaterland, wieder vereint.“ Diesen Satz aus der Fernsehansprache von Helmut Kohl hörten am 2. Oktober 1990 Millionen von Menschen in Deutschland. Um Mitternacht erhellte ein riesiges Feuerwerk den Himmel über dem Reichstag in Berlin. Unter den Klängen der Nationalhymne wurde die Bundesflagge gehisst. Das ist nun über drei Jahrzehnte her.

Die Einheit immer im Blick: Helmut Kohl

Schon im Dezember 1989 hatte Kohl in Dresden bekannt: „Mein Ziel bleibt – wenn die geschichtliche Stunde es zulässt – die Einheit unserer Nation.“ Am 3. Oktober 1990 endete die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. In weniger als 11 Monaten gelang es Helmut Kohl und seiner Bundesregierung in Absprache mit den Besatzungsmächten und der ersten demokratisch gewählten DDR-Regierung von Lothar de Maizière, Ost und West zur neuen Bundesrepublik zu vereinen.

Das enorme Vertrauen, das Helmut Kohl im Ausland genoss, zahlte sich aus. Er konnte Skepsis überwinden, Vertrauen gewinnen und die Zustimmung der Siegermächte zur Wiedervereinigung bekommen. Aber auch, dass die CDU, im Gegensatz zu anderen Parteien, immer an die Wiedervereinigung geglaubt hat, ist Teil dieser Erfolgsgeschichte.

Die Menschen im Osten haben Großartiges geleistet

Im Herbst 1990 stand Deutschland vor riesigen Herausforderungen. Ob Wirtschaft, Verwaltung, Sozialsysteme, Polizei oder die neue Bundesliga – Ost und West mussten erst zusammenwachsen. Seither haben die Menschen Großartiges geleistet: Deutschlands Wirtschaft mit seinem starken Mittelstand ist weiterhin Weltspitze. Flüsse und Wälder sind sauber, Städte und Dörfer erstrahlen im neuen Glanz. Schaut man sich in Gotha, Görlitz, Potsdam, Wismar oder Quedlinburg um, sieht man „blühende Landschaften“. Vieles wurde erreicht: Um 400 Prozent höher als 1990 liegt das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt in den neuen Ländern inzwischen. Fast niemand mehr wandert vom Osten in den Westen ab.

Inzwischen ist eine ganze Generation im vereinten Deutschland aufgewachsen. Diese junge Generation steht heute vor neuen Aufgaben, denn die Welt verändert sich – durch die Digitalisierung, den demografischen Wandel und das Zusammenwachsen der Wirtschaft in einer globalisierten Welt. Die Aufgaben sind groß, aber Deutschland hat allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Denn der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass wir gemeinsam große Aufgaben meistern können.

Hätten Sie’s gewusst?

Bei der Unterzeichnung des Einigungsvertrages wurde deutlich: Deutschland wächst zusammen. Der goldene Füllfederhalter der Marke „Markant" stammte aus der DDR, das Papier kam aus Bonn. Mit West-Sekt in DDR-Kristallgläsern wurde auf den unterzeichneten Vertrag angestoßen.

200 Mrd. Energiepaket

Die Scholz-Regierung verspricht ein 200-Milliarden-Euro-Paket. Doch es bleibt völlig offen, wofür das Geld ausgegeben wird. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz stellt zurecht die Frage: „Jetzt hören wir von 200 Milliarden Euro und einem Doppel-Wumms. Ohne dass wir wissen, was es damit eigentlich genau auf sich hat.“ Die Union zeigt sich dennoch offen für Zusammenarbeit und will die Regierung auf dem weiteren Weg unterstützen. Dafür fordert sie aber Klarheit über die Maßnahmen im Einzelnen und über die damit verbundenen jeweiligen Kosten. Merz: „Wir wissen jetzt das Preisschild, aber wir kennen das Produkt nicht.“

Union fordert Details zum Milliardenpaket

Auch CDU-Vize Andreas Jung stellt fest: „Es ist richtig, dass Preise gebremst werden. Aber es ist noch nichts konkret.“ Sein Vorwurf im ARD-MOMA: „Da ist im Sommer viel Zeit vertan worden.“ Derzeit stehe nur die Überschrift im Schaufenster: „Preisbremse“. Dazu die Summe von 200 Milliarden. „Aber wir wissen immer noch nicht: Was bedeutet das jetzt für die Menschen? Was bedeutet das für die Betriebe?“

„360 Milliarden Euro neue Schulden allein in diesem Jahr. Das ist fast so viel wie ein ganzer Bundeshaushalt.“ CDU-Vorsitzender Friedrich Merz bei „Maybrit Illner“, 29.9.22

Die CDU „hätte es für den richtigen Weg gehalten, sich erstmal darüber zu verständigen: Was muss gemacht werden?“ Denn erst die Maßnahmen bestimmen die Kosten. Jung fordert die Scholz-Regierung auf, jetzt die Details vorzustellen, damit auch die Union darüber beraten kann.

„Vollschwenk“ (Maybrit Illner)

Selbst neutrale Dritte stellen mittlerweile fest: Die Scholz-Regierung hat in den letzten Wochen ein regelrechtes Chaos verursacht: Erst sollen alle für Energie mehr zahlen – Stichwort Gasumlage. Dann sagten SPD-Chefin Saskia Esken, FDP-Chef Christian Lindner und Grünen-Chef Omid Nouripour: Die Gasumlage kommt weg. Im zuständigen Bundestagsausschuss wieder Ablehnung durch die Regierung. Jetzt wurde das Aus vom Kanzler verkündet. Doch zum 1.10. müssen viele erstmal die Gasumlage zahlen.

Die CDU hatte schon schon früh für eine Gaspreisbremse votiert und dazu konkrete Vorschläge gemacht, so Jung: den Grundbedarf deckeln, dazu den Verbrauch im Vorjahr als „Bezugsgröße“ nehmen. Die Union „hat den Eindruck“, dass die Scholz-Regierung in die gleiche Richtung will. „Insofern werden wir das konstruktiv begleiten“, so Jung.

CDU: Alle Strompotenziale nutzen

Die Union wollte auch schon seit Monaten mehr Bioenergie nutzen. Doch die sollte nach Regierungsvorstellung zunächst gedeckelt bleiben – heißt: Mögliche zusätzliche Stromgewinnung sollte es mit ihr nicht geben. Jetzt der Salto rückwärts. Andreas Jung, kommentierte dieses Hin und Her schon am Donnerstag: „Die Union sagt seit Monaten, dass der Deckel bei der Bioenergie aufgehoben werden muss. Durch die Aufhebung können 2 Millionen Menschen mit zusätzlichem Strom versorgt und 5 Prozent des russischen Gases ersetzt werden. Die Scholz-Regierung hat das bisher immer abgelehnt. Auf Initiative der Union wird die Aufhebung jetzt umgesetzt.“

Bei der – befristeten! – Verlängerung der Kernkraft stammeln sich Energieminister Robert Habeck und die Grünen von einer Erklärung zur nächsten. Erst heißt es: Wir haben kein Problem. Dann: Es gibt ein Heizproblem, kein Stromproblem. Dann: Atomenergie hilft nicht. Dann hilft sie vielleicht ein bisschen, jetzt hilft sie vielleicht doch. Die Kraftwerke sollten zunächst erst alle abgeschaltet werden, dann zwei der drei im Standby-Modus bleiben und jetzt vielleicht zwei weiterlaufen.

Lösungen zählen

Ob Gasumlage oder Entlastung, ob Kernkraft, Bioenergie oder Flüssiggas: Immer wieder muss die Union die Scholz-Regierung zum Handeln treiben. Die CDU wird auch weiterhin auf eine Ausweitung des Angebots drängen. Mit mehr Bioenergie und längerer Laufzeit für die Kernkraftwerke.

„Schon die Beschlüsse zur Kernenergie zeigen, dass die Bundesregierung auf halber Strecke stehen bleibt“, beschreibt es Friedrich Merz. „Wir begrüßen, dass die Bundesregierung jetzt endlich zu Entscheidungen kommt. Was im Detail daraus wird, das werden wir sehen.“ Klar ist: Für die CDU zählen Lösungen im Sinne der Menschen und der Unternehmen. Die Union bleibt die konstruktive Opposition.

Interview mit Norbert Lammert

Norbert Lammert war von 2005 bis 2017 Präsident des Deutschen Bundestages. Seit 2018 ist er Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er ist Herausgeber des neuen „Handbuch zur Geschichte der CDU“, das bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschienen ist.

Herr Lammert, die Konrad-Adenauer-Stiftung gibt ein neues Handbuch zur Geschichte der CDU heraus. Warum gerade jetzt?

Norbert Lammert: Zum einen schließt das Handbuch eine Lücke in der Forschungsliteratur, denn seit über 30 Jahren ist keine umfassende Geschichte der CDU mehr erschienen. Zum anderen haben die Parteien, auch und gerade die Volksparteien, in jüngerer Zeit Ansehen, Vertrauen und Bindungskraft eingebüßt. Wir wissen: Parteien stehen nicht unter Denkmalschutz. Die CDU muss sich auf ihre traditionellen Stärken besinnen, programmatisch neu sortieren und präziser kommunizieren, wofür sie steht – zumal nach dem verheerenden Ergebnis bei der Bundestagswahl. Das Handbuch leistet dazu einen Beitrag, die besondere Verantwortung der CDU als Stabilitätsanker unserer Demokratie zu verdeutlichen. urban20191217-02-015 Norbert Lammert, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Foto: Marco Urban/KAS

„Eine gewisse Kenntnis der Geschichte ist ja doch die Grundlage jedes politischen Denkens“ – mit diesem Zitat Konrad Adenauers führen Sie in das Buch ein. Ist dieses Handbuch nur ein Blick zurück?

Norbert Lammert: Als Handbuch deckt es ein breites Spektrum möglicher Fragestellungen an die Geschichte, Organisationsstruktur und Politik der CDU ab. Daher ist es natürlich auch ein Blick zurück, was aber vor dem Hintergrund von Adenauers Grundsatz durchaus geboten ist. Darüber hinaus hat die Konrad-Adenauer-Stiftung im CDU-Jubiläumsjahr 2020 einen Debattenband herausgegeben, in dem sich namhafte Autorinnen und Autoren aus der Geschichts- und Sozialwissenschaft sowie aus der Politik kritisch mit unterschiedlichen Aspekten der Geschichte der CDU auseinandersetzen und den Stellenwert sowie die Zukunft der Partei in Deutschland in den Blick nehmen.

Sind Volksparteien heute wichtiger denn je?

Norbert Lammert: Ob sie heute tatsächlich wichtiger denn je sind, mögen Historiker irgendwann rückblickend einordnen. Fakt ist: Prägend war die CDU für die bundesrepublikanische Entstehungsgeschichte vor 75 Jahren, als sie als Partei der Mitte konfessions- und schichtenübergreifend gegründet wurde – eine „disruptive Innovation“, die die Erfolgsdeterminanten von Parteien einschneidend verändert hat. Dieser Tradition muss die Union weiterhin treu bleiben. Wenn ihr das – vor dem Hintergrund der vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahre und deren Auswirkungen auf das Wahlverhalten – gelingt, wird sie zumindest wichtig bleiben.

Sie sind seit 1966 Mitglied der CDU. Wann waren Sie besonders stolz auf Ihre Partei?

Norbert Lammert: Als die CDU über Jahre und Jahrzehnte hinweg an der Deutschen Einheit festhielt, als viele längst nicht mehr an sie geglaubt hatten oder ausdrücklich gegen sie aussprachen. Und vor allem natürlich, als es unter Führung von Helmut Kohl schließlich gelang, die Einheit in Freiheit zu realisieren.

Und gab es auch Momente, in denen Sie mit ihr gehadert haben?

Norbert Lammert: Gar nicht so selten. Ich habe gelegentlich gesagt, die einzige Partei, mit der ich restlos zufrieden wäre, würde aus einem Mitglied bestehen. Das wäre ich. Schon wenn meine Frau dazukäme, würde es kompliziert, weil wir zwar in den meisten, aber eben nicht in allen Fragen einer Meinung sind. Die konstruktive Arbeit innerhalb der Partei wie zwischen Parteien ist das Salz in der Suppe einer lebendigen Demokratie.

Mehr Informationen zum "Handbuch zur Geschichte der CDU" finden Sie hier.

80. Geburtstag

Der Vereinigungsparteitag der CDU trug seine Handschrift. Als CDU-Generalsekretär führte Volker Rühe die CDU durch die Zeit der Wende 1989 und der Wiedervereinigung 1990. In seiner Heimatstadt Hamburg traten die Landesverbände der DDR-CDU der Bundespartei bei. Unter ihm entstand mit der wiedervereinigten CDU 1990 die größten Mitgliederpartei der Bundesrepublik. Heute wird Volker Rühe 80 Jahre alt. Die CDU Deutschlands gratuliert ihrem ehemaligen Generalsekretär von ganzem Herzen.

Parteisoldat und Generalsekretär

Seit fast 60 Jahren ist Volker Rühe Mitglied der CDU, trat ihr 1963 bei. Als Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und als Mitglied im Bundestag hat er sich bis 2005 für Belange der Hansestadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. 1989 machte Helmut Kohl ihn zu seinem Generalsekretär. Er schaffte es, die Integration der Parteiverbände der DDR in die CDU Deutschlands zu lenken und zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. So sorgte Volker Rühe mit seiner Umtriebigkeit dafür, dass die CDU zusammenwachsen konnte. Damit hielt er dem CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl für die politische Arbeit zur Wiedervereinigung ganz Deutschlands parteiintern den Rücken frei. Beim von ihm organisierten Bundestagswahlkampf 1990 erreichte die CDU 43,8 Prozent der Stimmen. Sie stellte mit der FDP die erste gesamtdeutsche Bundesregierung seit dem zweiten Weltkrieg.

Verteidigungsminister

1992 machte Bundeskanzler Helmut Kohl Volker Rühe zu seinem Verteidigungsminister. In seiner 6-jährigen Amtszeit bis 1998 richtete er die Bundeswehr strategisch neu aus. Erstmals nahm die Bundeswehr in dieser Zeit mit Sanitätstruppen an UN-Missionen teil. Mitte der 1990er Jahre unterstützte die Bundeswehr die Luftraumüberwachung in der Adria, 1996 stellte die Bundeswehr erstmals Kampftruppen im Ausland zur Friedenssicherung in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Gleichzeitig arbeitete Rühe an der Neuausrichtung, Erweiterung und Stärkung der NATO in Europa.

Bis heute arbeitet Volker Rühe für eine Zusammenarbeit Europas mit den USA. Sein Ziel ist nach wie vor eine enge Kooperation in der Außen- und Sicherheitspolitik. Die CDU Deutschlands wünscht ihm dafür weiterhin alles Gute, viel Kraft und gute Gesundheit.

Energiekrise

Die Scholz-Regierung bleibt sich treu – und enttäuscht weiter. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen leiden unter den rasant steigenden Energiepreisen, sorgen sich um ihre Existenz – und enthalten kaum oder nur wenig zielführende Hilfen. Vor allem das „Entlastungspaket III“ ist für alle Seiten enttäuschend, es fehlen konkrete Maßnahmen. Die Regierung kündigt lediglich an, konkretes Handeln fehlt. Die Unionsfraktion legt daher in einem Leitantrag für den Bundestag ihre Ideen vor, wie die Krise bewältigt werden kann. Zu den Vorschlägen gehören Entlastungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger sowie für kleine und mittlere Unternehmen, außerdem ein Rettungsschirm für kommunale Energieversorger. Darüber hinaus fordert die Fraktion, die Gasumlage unverzüglich abzuschaffen.

Für CDU und CSU ist klar: Es braucht JETZT entschlossenes und zielgerichtetes Handeln. An erster Stelle muss stehen, dass Bürger und Wirtschaft nicht weiter belastet werden. Daher fordert die Union die Abschaffung der handwerklich fehlerhaften und sozial ungerechten Gasumlage ein. Außerdem würde ein größeres Energie-Angebot automatisch zu niedrigeren Kosten führen. Hier darf es keine Denkverbote geben – in besondere nicht beim Weiterbetrieb der Kernkraftwerke. Zudem sollen die Netzentgelte für 2023 vollständig ausgesetzt und die Stromsteuer auf den EU-Mindestsatz zu gesenkt werden.

„In dieser Situation dogmatisch Kernkraftwerke stillzulegen oder nur als Notreserve einsetzen zu wollen, verkennt den Ernst der Lage.“ (aus dem Antrag der Unionsfraktion)

Darüber hinaus schlägt die Union umfassende Entlastungen für Bürger und Wirtschaft vor:

  1. ein Bürger-Basispreis, der die Grundversorgung mit Gas bezahlbar hält und zugleich Anreize zum Energiesparen setzt; in diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, wie bei Hartz-IV-Empfängern Energiesparanreize gesetzt werden können,
  2. eine gezielte Entlastung der Haushalte im unteren Einkommensdrittel mit einer Energiepauschale von 1.000 Euro,
  3. eine wirkungsvolle finanzielle Unterstützung für Unternehmen – vor allem für die bisher weitgehend vertrösteten kleinen und mittleren Unternehmen. Hierbei spielt eine rasche und unbürokratische Auszahlung von Unternehmenshilfen eine wichtige Rolle,
  4. ein Rettungsschirm für die kommunalen Energieversorger.

Auf dem CDU-Parteitag hatten die Delegierten bereits mit großer Mehrheit den Antrag „Klarer Kurs für sichere Energie und eine starke Wirtschaft“ beschlossen – damit und mit den vorliegenden Anträgen der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag sendet die Union ein klares Zeichen in Richtung Scholz-Regierung: Es geht auch besser!

10-Punkte-Plan

Klare Ziele, klare Maßnahmen, klare Worte: Auf ihrem Parteitag hat die CDU mit großer Mehrheit Maßnahmen für mehr Stromerzeugung, gegen hohe Strompreise und für Entlastungen beschlossen. Mit dem Beschluss „Klarer Kurs für sichere Energie und eine starke Wirtschaft“ sendet die CDU ein klares Zeichen in Richtung Scholz-Regierung: Es geht auch besser! CDU-Chef Friedrich Merz hat in seiner Rede den Ernst der Lage beschrieben und es auf den Punkt gebracht: „Es muss jetzt heißen: Volle Kraft voraus!“

Jede Kilowattstunde zählt

Für die CDU ist klar: Jede in Deutschland produzierte Kilowattstunde Strom hilft, die Versorgung zu sichern und den Strompreis zu stabilisieren. Ein Weiterbetrieb der drei deutschen Kernkraftwerke ist technisch, rechtlich und finanziell möglich; erforderliche Brennstäbe können bestellt werden. Der Standpunkt der CDU ist klar: Alle drei noch laufenden Kernkraftwerke müssen über den 31. Dezember 2022 hinaus weiterbetrieben werden, solange dies für die Versorgung notwendig ist.

Auch die Stromerzeugung aus Biogas soll nicht weiter gedeckelt und vorhandene Kohlekraftwerke sollen weiter genutzt werden. Die Scholz-Regierung verspielt wertvolle Zeit – und viel Geld. Das schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland und dem deutschen Mittelstand. Denn es passt nicht zusammen, dass Haushalte und Unternehmen ihren Verbrauch senken sollen, während die Scholz-Regierung nicht bereit ist, alle Möglichkeiten zur Stromerzeugung auszuschöpfen.

Entlastung für kleine und mittlere Einkommen

Mit einem Preisdeckel würden Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen überproportional entlastet, heißt es in dem Antrag. Die von der Bundesregierung beschlossene Energiepauschale in Höhe von 300 Euro sei angesichts der stark steigenden Energiepreise für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen zu niedrig und wird kritisiert. „Daher sollten Haushalte im unteren Einkommensdrittel mit einer 1.000-Euro-Energiepauschale unterstützt werden.“ Für die nächsten sechs Monate sollen außerdem alle privaten Strom- und Gaslieferverträge durch die Anbieter nicht gekündigt werden können.

Entlastungen für Unternehmen

Neue Regelungen in Deutschland und in der EU, die Unternehmen stärker be- als entlasten, sollen nach Willen der CDU gestoppt werden. Mehr Betriebe müssen vom Energiekostendämpfungsprogramm profitieren können; auch Mittelstand und Handwerk, wie beispielsweise Bäckereien, müssen Unterstützung erhalten. Zudem sollte zügig ein Industriestrompreis von 4 Cent pro Kilowattstunde eingeführt und die unsinnige Gasumlage wieder einkassiert werden.

Preisbremse gegen die explodierenden Stromkosten

Die CDU fordert Ampel und EU-Kommission auf, gegenzusteuern, um Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu entlasten, zum Beispiel durch einen europäischen Preisdeckel. „Als Gas-Grundbedarf sollen 75 Prozent des Vorjahresverbrauches gelten und hierfür ein Preis von 12 Cent pro Kilowattstunde garantiert werden.“ Zudem sollte die Energiesteuer auf Flüssiggas, Erdgas und Heizöl befristet reduziert sowie Pendlerinnen und Pendler entlastet werden. Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 noch zu erreichen, soll nicht nur der Ausstoß von CO2 reduziert, sondern auch bereits ausgestoßenes CO2 effizienter gebunden werden. Hierfür sollten sowohl natürliche als auch technische Möglichkeiten erforscht und CO2 als Rohstoff angesehen werden. „Wir tun alles dafür, die Erneuerbaren zu stärken und Deutschland klimaneutral zu machen“, betont CDU-Generalsekretär Mario Czaja.

35. Parteitag

Grundwertecharta, Modernisierung der Parteiarbeit, lebhafte Diskussionen zu Frauenquote und Gesellschaftsjahr sowie die Wahl von Christina Stumpp zur ersten stellvertretenden Generalsekretärin – die 1001 Delegierten haben den ersten Präsenzparteitag seit 2019 für intensive Debatte genutzt und zukunftsweisende Beschlüsse gefasst. „Vom CDU-Parteitag gehen zwei Botschaften aus: Die Union steht fest zusammen wie selten zuvor. Und wir bieten der Bundesregierung in diesen schweren Zeiten an, zu gemeinsamen Lösungen zu kommen“, zeigte sich CDU-Chef Merz am Ende zufrieden. Die Beschäftigung mit „uns selbst“ sei notwendig, die Beschäftigung mit „den Menschen, den Unternehmen ist notwendiger“, wurde Merz in seiner Rede deutlich. Bestimmende Themen waren daher die derzeitige Energiekrise und der Krieg in der Ukraine.

Für echte Unterstützung der Ukraine

„Aus Überzeugung unterstützen wir die Ukraine“ – auch mit militärischen Mitteln in ihrem Kampf gegen den russischen Aggressor. Mit der Ukraine verteidigen wir die regelbasierte Ordnung und unsere Werte von Freiheit und Demokratie“, so Merz. „Wir stehen an der Seite der Ukraine!“

Für sichere Energie

Mit dem Beschluss „Klarer Kurs für sichere Energie und eine starke Wirtschaft“ sendet die CDU ein klares Zeichen in Richtung Scholz-Regierung: Es geht auch besser! Denn Energie muss klimafreundlich, vor allem aber auch sicher und verlässlich sein. Sie muss für Verbraucher bezahlbar sein – ob zu Hause, unterwegs oder in der Firma. Ideologie hilft nicht, wenn Strom, Gas oder Heizung ausfallen. Weil derzeit jede Kilowattstunde zählt, ist vorübergehend jede Energie wichtig – auch Biomasse, Kohle und Kernkraft. Die Netze und Speicher müssen dringend ausgebaut, Wasserstoff und andere Zukunftstechnologien gefördert werden.

Für einen starken Wirtschaftsstandort

Zur Entlastung soll auf die Gasumlage verzichtet und eine Preisbremse auf dem Strommarkt eingeführt werden. Um die Kosten hierfür und für eine „Energiegrundversorgung“ zu bezahlen, sollen die EEG-Milliarden eingesetzt werden. Menschen mit geringem Einkommen sollen 1000-Euro-Energiepauschale erhalten, Pendler eine höhere Pendlerpauschale. Wer Energie einspart, soll etwas davon haben. So lassen sich Strom- und Gassperren verhindern. Auch die Unternehmen, die bereits jetzt unter den extremen Preisen leiden, müssen bei den Energiekosten unterstützt werden. Ein Belastungsmoratorium muss klären, wie stark diese Belastung der Betriebe schon ist. Die CDU sagt klar: Mehr darf es nicht sein! Auch die Beschäftigten brauchen Schutz: Sie dürfen nicht „heimliche Steuererhöhungen“ erfahren, z.B. durch die Kalte Progression.

Grundwertecharta für die CDU beschlossen

Die CDU müsse sich inhaltlich erneuern, das sei eine Erkenntnis aus der Niederlage bei der Bundestagswahl im letzten Jahr, bekennt Carsten Linnemann. Er leitet den Prozess zu einem neuen Grundsatzprogramm der CDU. „Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Mitglieder unserer Partei, wollen endlich wieder wissen, wofür die CDU steht. Was macht uns aus und was unterscheidet uns von den anderen?“, fragt Linnemann. Die Antworten auf diese Fragen will die CDU in ihrem neuen Grundsatzprogramm geben. Auf dem Parteitag wurde die Grundwertecharta als erstes Kapitel des neuen Grundsatzprogramms beschlossen. Auf ihr als Fundament wird in den kommenden eineinhalb Jahren das neue Grundsatzprogramm aufgebaut.

[Alle Berichte, Beschlüsse, Videos und Reden finden Sie hier. ](https://www.cdu-parteitag.de "35. Parteitag der CDU Deutschlands")

Haushalt & Energie im Bundestag

Mit mehr als deutlichen Worten hat CDU-Partei- und Fraktionschef Friedrich Merz in seiner Haushaltsrede das dritte Entlastungspaket der Ampel kritisiert. Insbesondere die Gasumlage des grünen Wirtschaftsministers, dem man zuweilen „beim Denken zusehen“ könne, sei ein Totalausfall, denn: „Die Umlage belastet Menschen und Unternehmen nur noch mehr und heizt die Inflation weiter an.“ Die richtige Antwort auf die Energiekrise wäre gewesen, die betroffenen Unternehmen unter einen Schutzschirm zu holen, wie es sich bereits in der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der Corona-Pandemie bewährt hat.

Entscheidung zu Kernkraftwerken politisch motiviert

Auch die zu Beginn der Woche getroffene Entscheidung zur Kernenergie sei, so Merz, an „Irrationalität nicht zu überbieten“. Die drei sichersten Kernkraftwerke der Welt nicht weiter für die Stromerzeugung zu nutzen, erzeuge nicht nur im Ausland Irritationen. Vielmehr wäre die richtige Antwort auf den aktuellen Angebotsschock beim Strom gewesen, alle vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, damit die Preise sinken. Stattdessen deckelt die Koalition weiter Stromerzeugung aus Biogas, nutzt vorhandene Kohlekraftwerke nicht und verspielt damit wertvolle Zeit – und viel Geld. Zudem sei die Entscheidung, das Kraftwerk in Niedersachsen Ende des Jahres stillzulegen, politisch motiviert und diene nur dazu, die grüne Basis im dortigen Landtagswahlkampf zu befrieden. Das schadet aber in Wirklichkeit dem Wirtschaftsstandort Deutschland und dem Mittelstand. „Niemand von uns will zurück zur alten Kernenergie, die wir 2011 in Deutschland beendet haben“ – aber einer Änderung des Atomgesetzes für drei oder vier Jahre „hätten wir zugestimmt“, so Merz.

Entlastung zielgenauer machen

Positiv bewertet Merz die Unterstützung für Rentnerinnen und Rentner sowie für Studierende – mehr Gutes sieht er im neuen Entlastungspaket nicht und fordert, lieber bedürftigen Haushalten 1000 Euro zu zahlen als allen 300: „Herr Bundeskanzler, ganz ehrlich: Sie und ich brauchen diese Unterstützung nicht.“

Zusagen an Ukraine und Bundeswehr einhalten

„Herr Bundeskanzler, wir können auf Ihre Zusagen nicht vertrauen.“ Mit Blick auf den Ukraine-Krieg bleibe Deutschland weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Der Glaube, Putin würde von sich aus an den Verhandlungstisch zurückkehren, sei falsch. Eine Perspektive werde es nur geben, wenn die Ukraine Russland militärisch zurückdrängt. Dafür sei es aber notwendig, die Ukraine weiter auch mit schweren Waffen zu unterstützen – und auch die Bundeswehr angemessen auszustatten. Stattdessen werde der Bundeswehr-Etat in den kommenden Jahren um 300 Millionen Euro gekürzt. „Unserer Zögerlichkeit verlängert den Krieg, fordert mehr Opfer auf beiden Seiten und verschärft die wirtschaftliche Lage“, macht Friedrich Merz klar.

Element bearbeiten
  • Kontakt

Ich freue mich von Ihnen zu hören!
Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail und ich werde mich so schnell wie möglich bei Ihnen melden.

Element bearbeiten
Element bearbeiten